Transferdruck auf Keramik

Beim sogenannten Transferdruck werden zuerst die gewünschten Motive mit dem Siebdruckverfahren auf ein Transferpapier gedruckt. Ein Transferpapier ist ein beschichtetes Papier, von dem sich später die verdruckte Farbe wieder ablösen kann.

Für einen Keramiksiebdruck verwendet man Glasurfarbkörper. Die Farbkörper werden mit einem speziellen Siebdrucköl angemischt, damit diese geschmeidig und im Siebdruckverfahren verdruckt werden können.

Man druckt meistens auf A4 oder A3 Bögen. Das Motiv sollte so oft wie möglich nebeneinander auf der Vorlage platziert werden, damit man kein Material verschwendet. Nach diesem Schritt muss getrocknet werden. Erst wenn die Farbe trocken ist, kann man mit dem nächsten Schritt beginnen.

Wenn die Bögen trocken sind kommt ein (meist gelber) Siebdrucklack über die gedruckten Motive. Dabei wird der ganze Bogen beschichtet.  Man bereitet also ein Sieb vor, durch das der flüssige Lack ganzflächig gedruckt werden kann. Wenn die Transferpapiere vollflächig mit dem gelben Lack beschichtet wurden, heißt es wieder trocknen.

Wenn der Lack trocken ist, kann man die Motive wie bei einem Kindertattoo ausschneiden und ins Wasser legen.

Der Lack hat sich mit der Farbe des Motiv's verbunden und rutscht nun von dem beschichteten Transferpapier. 

Jetzt kann man den gelben Lack mit dem Motiv auf ein Keramikstück aufbringen. Die Keramik muss glasiert und gebrannt sein. Wichtig ist, dass man das Wasser unter der Lackschicht ausstreicht. Es muss glatt auf der Keramikoberfläche aufliegen.

Nun kann die Keramik in einem dritten Brand gebrannt werden. Dabei verbrennt der Lack und der Farbkörper brennt sich fest in die Keramik ein.

Bei ca. 600-800°C je nach Motiv und Druckverfahren ist das Motiv dann fest.

Nach dem Abkühlen hat man sein eigenes Motiv beispielsweise auf seinem Lieblingsschälchen.

Ein kurzes Video veranschaulicht diesen Prozess.